Uwe Kneschk
Schreiben und Reden in & um Cottbus

Zeit für die Herbstbepflanzung – Zeit für  Gedenktage

Die letzten schönen und warmen Tage liegen in diesem Jahr offensichtlich hinter uns. Auch der Friedhof bereitet sich auf den bevorstehenden Winter bevor. Dazu zählt auch, dass den farbenfrohen Sommerblumen  in diesen Wochen eher Heiden und winterharten Pflanzen weichen. Die Gräber werden für die bevorstehenden Gedenktage  vorbereitet und geschmückt.

Dieser Schmuck  besteht meistens aus frostfeste Pflanzen / Stauden. Die Mehrzahl der Herbstpflanzen sind mehrjährig, und können im Frühjahr in den Garten, Parzelle umgepflanzt werden!

Wer im Frühjahr eine blühende Zwiebelmischung auf der Grabstelle sehen möchte, muss die Zwiebeln jetzt im Herbst setzen / pflanzen!

Pflanzenbeispiele

– Calluna vulgaris (Knospenheide)

– verschiedene Gräser in Sorte (Carex-Gräser bzw. Seggen u.ä.)

– Herbstzauber – Programm (Wolfsmilchgewächse, Scheinbeere, Bergenien, Salbei mit verschiedenen Blattmustern, Mühlenbeckia, Fetthenne …)

– Alpenveilchen “In und Out“ vertragen ein paar minus Grade!

– Nicht vergessen.  Erika gracilis (Erika-Heide) ist frostempfindlich und muss meistens nach dem ersten Frost ausgetauscht werden.




Bei der Herbstbepflanzung ist folgendes zu beachten:

– Jetzt ist die Zeit für den letzten Rückschnitt der Dauergrabbepflanzung. 

– Sommerblumen sind jetzt zu entfernen. Erde auflockern und auffüllen.

– Keine Düngung mehr durchführen! Es findet kein Wachstum mehr statt. 

– Nicht zu weit auseinander pflanzen, die Blumen breiten sich nicht mehr aus. 

– Gießen nicht vergessen.  Die Pflanzen können trotz der herbstlichen Witterung austrocknen. Die Sonneneinstrahlung ist noch stark. 

"Totenmonat" November - so heißt es im Volksmund 

Allerheiligen, Allerseelen, Totensonntag und der Volkstrauertag sind die vier Gedenktage im November, mit denen auch das Kirchenjahr zu Ende geht. Die Feiertage haben eine unterschiedliche Geschichte, jedoch den gleichen Sinn: Sie sind Tage des Erinnerns und der aktiven Trauer für Angehörige und Freunde. Was heute modern mit Trauerarbeit bezeichnet wird, reicht weit in die Geschichte der Christenheit zurück.

Allerheiligen

Der Ursprung des heutigen Kirchenfesttags Allerheiligen (immer am 1. November) liegt im Jahr 609, als das römische Pantheon der Kirche geschenkt und von Papst Bonifatius IV. als Basilika für Maria und alle Märtyrer geweiht wurde. Gefeiert wurde Allerheiligen damals am ersten Freitag nach Ostern und erst im Jahre 835 durch Papst Gregor IV. auf den ersten November verlegt. Ursache dieser Maßnahme waren mit großer Wahrscheinlichkeit die besseren Möglichkeiten der Verköstigung der zahlreichen Pilger direkt nach der Ernte.

Allerseelen

Allerseelen (immer am 2. November), das Fest der katholischen Kirche zum Gedenken an die armen Seelen im Fegefeuer und an alle Märtyrer und Heiligen, wurde von Odilo von Cluny, dem "Erzengel der Mönche", um 1000 n. Chr. ins Leben gerufen. Aber erst im Jahre 1915 erklärte Papst Benedikt XV. diesen Tag zum verbindlichen Feiertag der katholischen Kirche.

Totensonntag

Auch am Totensonntag finden sich Menschen an den Gräbern ihrer Verstorbenen ein, um mit Kerzen, Blumen und stillem Gedenken ein Zeichen der christlichen Hoffnung auf ein weiterführendes Leben zu setzen. Der Totensonntag der evangelischen Kirche, auch als "Ewigkeitssonntag" bezeichnet, hat seine Wurzeln im 15. Jahrhundert. Der Totensonntag liegt immer eine Woche vor dem Ersten Advent.

Volkstrauertag

Neben den christlichen Gedenktagen gibt es in Deutschland einen staatlichen Gedenktag, den Volkstrauertag. Seit 1952 gilt das Andenken an diesem Tag im November den Toten und Opfern der Kriege und des Nationalsozialismus. Begangen wird der Volkstrauertag eine Woche vor dem Totensonntag.